Ludwig Meidner

Birthplace: 

1884 Bernstadt - 1966 Darmstadt

1884 Bernstadt - 1966 Darmstadt

Ludwig Meidner war ein deutscher Maler des urbanen Expressionismus sowie Dichter und Grafiker.
Nach dem Studium Anfang des 20. Jahrhunderts in Breslau an der Kunstakademie zog Meidner über Berlin nach Paris und 1914 nach Dresden. Bekannt wurde er für seine „Apokalyptischen Landschaften“ als Vorahnungen der Gräueltaten der Weltkriege und seine Selbst- und Künstlerportraits der Berliner Kunstszene um 1910. Im ersten Weltkrieg leistete er seinen Militärdienst als Dolmetscher in einem Gefangenenlager ab. Ab den 1920er Jahren spielten religiöse Themen eine entscheidende Rolle für seine Kunst. Ab Mitte der 1920er Jahre lebte er selbst streng nach den Vorschriften des Judentums und setzte sich in seinen Arbeiten intensiv mit seinem Glauben auseinander. Nach einem Mal- und Ausstellungsverbot im Dritten Reich flüchtete er 1939 nach London ins Exil. 1953 kehrte er nach Deutschland zurück, wo er bis 1966 lebte und arbeitete.
Seit den späten 1980er Jahren finden seine Werke erneut internationale Beachtung. Sein Nachlass wird im Ludwig-Meidner-Archiv vom Jüdischen Museum Frankfurt verwaltet.

Ludwig Meidner was a German Expressionist painter as well as poet and graphic artist. After his studies in Breslau he moved from Berlin, to Paris and then in 1914 to Dresden. He became famous for his ‘apocalyptic landscapes’, premonitions of the atrocities of the First World War, as well as his portraits of the Berlin art scene around 1910. From the 1920s he strictly followed the teachings of Judaism and dealt intensively with his belief in his work. In 1939 he fled to London. In 1953 he returned to Germany where he lived and worked until 1966. Since the late 1980s his work has received new found international acclaim.

  • Brustbild eines jungen MannesBrustbild eines jungen Mannes
    1921