Lyonel Feininger
* 17. JULI 1871 IN NEW YORK
† 13. JANUAR 1956 IN NEW YORK
Der deutsch-amerikanische Maler Lyonel Feininger gilt als einer der wichtigsten Protagonisten der modernen europäischen Malerei. Nach seiner Tätigkeit als kommerzieller Karikaturist kam er erst mit 36 Jahren zur Bildenden Kunst. Schnell entwickelte er seinen ganz markanten Malstil, indem er die Objekte und Motive seiner Werke ähnlich dem Kubismus prismatisch aufbrach und in spitzen Formen abstrahierte. Durch die zusätzliche Durchdringung dieser transparent erscheinenden Farbflächen erhalten seine Werke ihre einmalige Wirkung.
Von 1919 bis 1930 lehrte er als Leiter der grafischen Werkstatt am Staatlichen Bauhaus in Weimar und Dessau (ab 1925). Nach seinem Umzug 1933 nach Berlin emigrierte er 1937 in die USA, wo er in New York als freier Maler bis zu seinem Tod 1956 lebte und arbeitete. Bekannt ist er vor allem für seine Manhattan-Bilder jener späten Jahre. Seine Werke wurden 1937 in der Ausstellung „Entartete Kunst“ der Nationalsozialisten in München diffamiert. Sie sind heute in den bedeutendsten internationalen Sammlungen und Museen vertreten.