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Galerie Michael Haas

Aloys Zötl

* 4. DEZEMBER 1803 IN FREISTADT, OBERÖSTERREICH
† 21. OKTOBER 1887 IN EFERDING, OBERÖSTERREICH

Aloys Zötl war ein österreichischer Färber und Maler.
In Eferding arbeitete er als Färbemeister, der so gut wie nie verreiste und die Inspiration für seine Kunst primär aus Büchern, wie Ovids „Metamorphosen“ oder Buffons „Allgemeiner Naturgeschichte“ sowie den Reisebeschreibungen der Naturalienkabinette aus Deutschland und England seines Bruders bezog. Von 1834 bis 1887 schuf Zötl neben seinem Beruf ein umfangreiches enzyklopädisches Werk an fantastischen Tieraquarellen. Das „Bestiarium“ war ursprünglich in vier Alben gebunden und enthielt an die 400 Blätter, die mittlerweile in der ganzen Welt verstreut sind. André Breton, der Dichter und Vordenker der Surrealisten, entdeckte die Werke Jahre nach Zötls Tod und schrieb das Vorwort zum Auktionskatalog 1955 in Paris, wo sie erstmals versteigert wurden. Durch seine Aufnahme in die Liste der „Surrealists avant la lettre“ ist Zötl der einzige „offiziell“ anerkannte österreichische Surrealist, dessen Werk erst 2004 in einer Monografie publiziert wurde.


Insekten und Elefanten mit Termitenhügel, 1859 <br> Mischtechnik <br>oben links bezeichnet: Insekten Taf. 34, unten links signiert und datiert: Aloys Zötl fecit. am 14. Dezember 1859 <br> 54 x 43 cm <br> (4035)
Insekten und Elefanten mit Termitenhügel
1859