Pablo Picasso
* 25. OKTOBER 1881 IN MÁLAGA, SPANIEN
† 8. APRIL 1973 IN MOUGINS, FRANKREICH
Der spanische Maler, Grafiker und Bildhauer Pablo Picasso zählt zu den bedeutendsten und produktivsten Künstlern des 20. Jahrhunderts überhaupt.
Sein äußerst umfangreiches Œuvre von Gemälden, Zeichnungen, Grafiken, Bühnenbildern, Plastiken und Keramiken lässt sich nicht auf einen bestimmten Stil festlegen, sondern besticht durch seine Vielfalt an Stilrichtungen, die aufeinander folgten und in enger Beziehung zur Kunst der Moderne stehen, die Picasso maßgeblich mitgeprägt hat. So lässt sich sein Schaffen in ein Frühwerk (bis 1900), eine Blaue (1901 bis 1904) und eine Rosa Periode (1904 bis 1906), die Erfindung des Kubismus zusammen mit Georges Braque (1907 bis 1919), in eine neoklassizistische Periode (1917 bis 1925), eine surrealistisch geprägte Periode (1925 bis 1944) sowie sein Spätwerk (ab 1945) grob unterteilen. Seine Motive reichen von Portraits, Landschaften bis zu Stillleben und zeichnen sich jeweils durch seine ganz eigene Ausdrucksweise aus, die die größten Gegensätze und Spannungen in sich vereint. Sein Leben und seine Werke sind untrennbar miteinander verbunden. So stellte er nicht nur sich selbst oft dar, sondern auch seine verschiedenen Frauen und Geliebten sowie die ihn umgebende Welt.
Das Werk „Les Demoiselles d’Avignon“ (1907) gilt als erstes kubistisches Bild und Beginn der abstrakten Malerei. Ebenfalls zu den Meisterwerken des 20. Jahrhunderts gehört sein monumentales Gemälde „Guernica“ (1937), das die Schrecken des Spanischen Bürgerkriegs thematisiert. Sein Motiv der Taube, was er für das Plakat des Weltfriedenskongress 1949 entwarf, wurde weltweit zum Symbol für den Frieden.
Seine Werke befinden sich in den bedeutendsten Sammlungen und Museen der Welt und wurden in zahlreichen internationalen Ausstellungen gezeigt. Picasso lebte etliche Zeit seines Lebens in Frankreich, wo ihm und seinem Schaffen in Paris - wie auch in Madrid - ein eigenes Museum gewidmet wurde.