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Galerie Michael Haas

Ludwig Meidner

* 18. APRIL 1884 IN BERNSTADT AN DER WEIDE, SCHLESIEN
† 14. MAI 1966 IN DARMSTADT


Ludwig Meidner war ein deutscher Maler des urbanen Expressionismus sowie Dichter und Grafiker.
Nach dem Studium Anfang des 20. Jahrhunderts in Breslau an der Kunstakademie zog Meidner über Berlin nach Paris und 1914 nach Dresden. Bekannt wurde er für seine „Apokalyptischen Landschaften“ als Vorahnungen der Gräueltaten der Weltkriege und seine Selbst- und Künstlerportraits der Berliner Kunstszene um 1910. Im ersten Weltkrieg leistete er seinen Militärdienst als Dolmetscher in einem Gefangenenlager ab. Ab den 1920er Jahren spielten religiöse Themen eine entscheidende Rolle für seine Kunst. Ab Mitte der 1920er Jahre lebte er selbst streng nach den Vorschriften des Judentums und setzte sich in seinen Arbeiten intensiv mit seinem Glauben auseinander. Nach einem Mal- und Ausstellungsverbot im Dritten Reich flüchtete er 1939 nach London ins Exil. 1953 kehrte er nach Deutschland zurück, wo er bis 1966 lebte und arbeitete.
Seit den späten 1980er Jahren finden seine Werke erneut internationale Beachtung. Sein Nachlass wird im Ludwig-Meidner-Archiv vom Jüdischen Museum Frankfurt verwaltet.

Portrait einer jungen Frau, 1930 <br> Kohlezeichnung auf Papier <br> monogrammiert und datiert <br> 74,5 x 53 cm <br> (KH1182)
Portrait einer jungen Frau
1930
Die Pauluspredigt, 1919 <br>Aquarell auf Papier <br> signiert und datiert <br>68 x 49 cm
Die Pauluspredigt
1919