Valerio Adami, 1935 in Bologna geboren, studierte Malerei an der Kunst-Akademie Brera in Mailand. Seine Werke werden in international bedeutenden Museen und Galerien gezeigt. Die Documenta in Kassel und die Biennale in Venedig widmeten ihm eigene Räume. Adami lebt und arbeitet in Paris, Monte Carlo und am Lago Maggiore. Ausgedehnte Reisen und intensive Freundschaften mit zahlreichen Künstlern und Intellektuellen prägen sein Leben und sein Werk.
Seine Arbeiten enthalten Impulse des Surrealismus, der Pittura Metafisica, der Pop Art bis hin zu Comic und zur Fotografie. Seine mit deutlichen Umrisslinien und planen Farbflächen konstruierten Gemälde haben ein eigenes Bildvokabular entwickelt. Diese kaleidoskopartig kombinierten Verfremdungen, die die spezifische Fragestellung des Künstlers widerspiegeln, sind durch Brüche und Ironie gezeichnet, so dass man von einer nüchternen Metaphysik der Moderne sprechen kann. Zugleich ist Adami bei aller Nüchternheit ein Künstlergelehrter, der die Leiden und Schrecken seiner Zeit reflektiert. Seinen Werken liegen differenzierte Bezüge zu Geschichte und Kunstgeschichte, Musik und Psychologie, Literatur, Philosophie und Mythologie zugrunde.
Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen.