Stillleben. gestern und heute

Stillleben. gestern und heute
27. November 2015 - 09. Januar 2016
GALERIE MICHAEL HAAS
Niebuhrstraße 5
10629 Berlin

  • Nicolas Henry Jeaurat de Bertry
    Table de cuisineTable de cuisine
    o.J.
    de
    n.d.
    en
  • Till Rabus
    Ikebana #4Ikebana #4
    2008
  • David Nicholson
    Dead RoosterDead Rooster
    2007
  • Jankel Adler
    StilllebenStilleben
    1928
  • Kurt Schwitters
    ChrysanthemenChrysanthemen
    1946
  • Jiří Georg Dokoupil
    14 Bananas14 Bananas
    1991
  • Bertozzi e Casoni
    Disgrazia con narcisis bianchi (disgrace with white narcisi)Disgrazia con narcisis bianchi (disgrace with white narcisi)
    2011

Die Galerie Michael Haas zeigt eine umfangreiche Auswahl von Stillleben, die zwischen dem 17. Jahr­hundert und der jüngsten Gegenwart entstanden (27.11.2015 – 09.01.2016).

Schon in der griechischen Antike und in der Renaissance wurde das Sujet des Stilllebens von Malern erprobt, doch erst ab 1600 nimmt es eine gleichwertige Stellung neben Historienbildern, Porträts, Interieurs und Landschaften ein. Beim Adel, beim Großbürgertum, selbst im Bauernstand erfreut es sich großer Popularität. Stilbildend sind beson­ders die Stillleben des Holländischen und Flämischen Ba­rocks. Auch in Spanien, Italien, Frankreich und Deutsch­land erlebt diese Gattung im 17. Jahrhundert ihre Hoch­zeit. So wurden in dieser Zeit die bis heute bestimmenden Kategorien von Stillleben entwickelt: Blumendarstellungen, Vanitas Stillleben, Stillleben mit Interieurs, Früchten, Ess­waren, verschiedensten Utensilien, Büchern u.a.

Dank einer zunehmenden Säkularisierung werden Dinge des Alltags, Kuriositäten, Raritäten aus aller Welt, wie be­sondere Früchte oder Blumen, ausgefallene Gläser, Teller oder Silberwaren darstellungswürdig. Von Anbeginn nut­zen die Künstler diese Gattung auch, um symbolische, religiös heilsgeschichtliche, philosophisch-humanistische oder sozial relevante Inhalt zu transportieren. Schönheit, Natur, Vergänglichkeit, Leben, Tod seien hier als Stich­worte genannt. Unsere Auswahl zeigt, dass sich parallel zum Wandel von Zeitgeist und Lebensumständen auch die Wahl der dargestellten Gegenstände immer wieder geän­dert hat. Doch besonders die Auseinandersetzung mit dem Alltäglichen des bürgerlichen Lebens, geschmückt mit dem Außergewöhnlichen, bleibt bis heute Thema dieser Gat­tung.

Die Ausstellung umfasst zahlreiche Gemälde, zwei Foto­grafien, eine Arbeit auf Papier, sowie zwei Plastiken, von Künstlern wie Nicolas Henry Jeaurat de Bertry, Georges Braque, Giorgio de Chirico, George Condo, Lovis Corinth, Walter Dahn, James Ensor, Jean Fautrier, Leiko Ikemura, Alexej Jawlensky, Alexander Kanoldt, David Nicholson, Pablo Picasso, Odilon Redon, Théodule-Augustin Ribot, Kurt Schwitters, Félix Vallotton und Andy Warhol.