Rudi Tröger

22. Juni - 28. Juli 2018

  • Ohne Titel (Kindergeburtstag)untitled (Kindergeburtstag)
    de
    en
    Ohne Titel (Kindergeburtstag)untitled (Kindergeburtstag)
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  • Bildnis F.Bildnis F.
    1987
    Bildnis F.Bildnis F.
    1987
  • Ohne Titel (Mohnblumen)untitled (Mohnblumen)
    2013
    Ohne Titel (Mohnblumen)untitled (Mohnblumen)
    2013
  • BlumenstilllebenBlumenstillleben
    1963
    BlumenstilllebenBlumenstillleben
    1963
  • L. in blauem GrundL. in blauem Grund
    9828
    L. in blauem GrundL. in blauem Grund
    9828
  • Ohne Titeluntitled
    1986
    Ohne Titeluntitled
    1986
  • Helles MädchenbildnisHelles Mädchenbildnis
    de
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    Helles MädchenbildnisHelles Mädchenbildnis
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  • Ohne Titel (Wolfram B.)untitled (Wolfram B.)
    1996
    Ohne Titel (Wolfram B.)untitled (Wolfram B.)
    1996
  • Bildnis „A“ (Anita P.)Bildnis „A“ (Anita P.)
    1963
    Bildnis „A“ (Anita P.)Bildnis „A“ (Anita P.)
    1963
  • BlumenbildBlumenbild
    1964
    BlumenbildBlumenbild
    1964
  • BlumenBlumen
    1963
    BlumenBlumen
    1963
  • Kinderbild E.Kinderbild E.
    1959
    Kinderbild E.Kinderbild E.
    1959
  • Kinderbild N. und A.Kinderbild N. und A.
    1960
    Kinderbild N. und A.Kinderbild N. und A.
    1960
  • Ohne Titel (Badebild)untitled (Badebild)
    1992
    Ohne Titel (Badebild)untitled (Badebild)
    1992

Die auf stilistischer Ebene im wahrsten Sinne des Wortes gewählte Vielschichtigkeit von Rudi Trögers Bildern ist Ausdruck der Ambi­guität der eingefangenen Momente und Motive. Der Gegenstand ist lediglich Ausgangpunkt. Was den Maler interessiert und was er darzustellen vermag, ist deren persönliche Wahrnehmung. Wir spüren dies in einer Intensität, die größer ist als die bei der unmit­telbaren Betrachtung eines Gartens, eines Stilllebens, einer Sze­nerie mit Kindern oder Erwachsenen. Tröger überführt die Wirk­lichkeit in neue Ebenen. Wir sehen nun das Schöne, Harmonische, die Leichtigkeit des Sommers, die Freude beim Baden oder wäh­rend eines Kindergeburtstages, und doch fühlen wir zugleich auch Melancholie und Einsamkeit, etwas Geheimnisvolles und manch­mal auch Beunruhigendes. So als wolle Tröger uns sagen, wie komplex unsere Welt ist. In ihrer Realität und Illusion. Die existen­ziellen Fragen, die wir uns täglich stellen und die auch seine Werke aufwerfen, kann und will er nicht beantworten.

Tröger studierte zwischen 1949 und 1957 an der Akademie der Bildenden Künste in München. Großen Einfluss auf sein Schaffen hatten der Impressionismus und vor allem die Werke Cézannes. Der Tachismus und das Informel be­stätigen den jungen Künstler sicherlich in seiner Tendenz, weniger am Gese­hen und mehr an der Impression festzuhalten. Dennoch verliert er sich damals wie heute nie vollkommen in der Abstrak­tion. Im Jahr 1967 erhielt der Künstler einen Ruf an die Akademie der Bildenden Künste in Mün­chen, wo er neben seiner Tätigkeit als freischaffen­der Maler 25 Jahre lang lehrte. Erst 1977, als Tröger zum ordentli­chen Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste berufen wurde, fand die erste Ausstellung seiner Werke statt. Hermann Kern, der spätere Direktor im Haus der Kunst, München, organisierte die Schau im Kunstraum München. Nach dieser be­deutsamen Aus­stellung waren seine Werke ab den späten 1980er Jahren unter anderem im Städtischen Museum Leverkusen, Schloss Morsbroich (1987), in der Villa Stuck, München (1988), in der Staatlichen Aka­demie und Museum für angewandte Kunst in St. Petersburg (1995) sowie in der Staatli­chen Graphischen Sammlung München (1999) zu sehen. Rudi Tröger erhielt u. a. den Kunstpreis der Lan­deshauptstadt München und den Kultur­preis Bayern (2013).