Léopold Rabus and Family

Léopold Rabus and Family
22. Januar - 20. Februar 2016
Eröffnung: Freitag, 22. Januar 2016, 18 - 20 Uhr
Galerie Michael Haas
Niebuhrstraße 5
10629 Berlin

 

  • Léopold Rabus
    La perte d'une dent (Der Verlust eines Zahnes)La perte d'une dent
    2015
  • Léopold Rabus
    La truite (Die Forelle)
    2015
  • Léopold Rabus
    Merles dans la neigeMerles dans la neige
    2015
  • Léopold Rabus
    Jardin
    2015
  • Léopold Rabus
    Le puisatierLe Puisatier (Der Brunnenbauer)
    2013
  • Léopold Rabus
    Du sec à l'humide
    2014
  • Léopold Rabus
    Du dur au mou (Von hart zu weich)
    2014
  • Léopold Rabus
    Avec tiédeur
    2014
  • Till Rabus
    Automate à fleurs (flower night-dispenser)
    2009
  • Till Rabus
    Black circle on white background with mayonnaise
    2014
  • Till Rabus
    Peinture fraiche (black fresh paint)
    2014
  • Till Rabus
    The tall blond
    2014
  • Till Rabus
    Orgie n° 2
    2015
  • Alex Rabus
    Excès de vitesse
    1991-1995
    de
    en
  • Alex Rabus
    Vieille eau de vie
    2006-2008
    de
    en
  • Renate Rabus
    St. Jean-Baptiste
    2011
  • Renate Rabus
    18ème Winterreise: Der Stürmische Morgen
    2008

Die Galerie Michael Haas zeigt großformatige Gemälde von Léonard Rabus, sowie einige Werke seines Bru­ders Till und der Eltern Alex und Renate. Die Künstler­familie lebt in Neuchâtel in der Schweiz.

Léopold Rabus (*1977) zeichnet das Leben und Schicksal seiner Protago­nisten in seinen Gemälden schonungslos und doch voller Empathie nach, häu­fig auch mit einem Funken schwarzen Humor. Die Bühnen der Geschichten, eine meist ärmliche, gar verkommene Umgebung einsa­mer Menschen, könnten wir wohl überall so finden. Doch die Handlungen der Män­ner und Frauen sind stets verstö­rend – sogar wenn sie nicht selbst son­dern nur ihre Spu­ren sichtbar sind, etwa in den Land­schaftsgemälden. Léopold Rabus hat 1993/1994 an der Art School de Meuron (Neuchâtel) und 1994 an der École d’Art Chaux-de-Fonds (La Chaux-de-Fonds) studiert. Der Künstler stellt seine Gemälde, Installationen und Plastiken seit über 15 Jahren in Galerien und Museen aus. Zu den zahlreichen Einzelpräsentationen zählt eine Wanderaus­stellung 2009/2010 mit Stationen im GEM, Museum for Contempo­rary Art, Gemeentemuseum, Den Haag, dem Museum zu Allerheiligen Schaffhausen in der Schweiz und der Kunst­halle Wilhelmshaven.

Léopolds Bruder Till (*1975) erhebt mit seiner hyperrealis­tischer Malerei Nebensächliches und Produkte des Kon­sums, zum Teil als Abfall ausrangiert, zu bildwürdigen Objekten, indem er sie neu arrangiert und sie so zurück in den Fokus unserer Wahrnehmung rückt. Besonders humorvoll sind seine neuesten ‚Orgien‘-Stillleben, die in barocker Manier gemalt voller erotischer Anspielungen sind. Die großformatigen surrealistischen Gemälde mit kleinteiliger Narration von Vater Alex (*1944) kreisen in­haltlich rund um Fragen nach der Zukunft, der Menschheit und der Natur. Von der Mutter Renate (*1950) sind mit größter handwerklicher Präzision gestickte Bilder von hei­ligen Märtyrinnen und Assemblagen, die Schuberts Winter­reise visualisieren, zu sehen.