Heinz Ackermans. Lost Tribes

Lost Tribes

14.09 - 19.10.2019

  • Chinese ViagraChinese Viagra
    2019
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    2019
  • OctopussyOctopussy
    2019
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    2019
  • Hero IIIHero III
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  • Head XIIHead XII
    2018
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  • Black Head IIBlack Head II
    2018
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  • WarriorWarrior
    2019
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  • Hidden Self-PortraitHidden Self-Portrait
    2019
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  • WarriorWarrior
    2019
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  • Reliefrelief
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  • HermHerm
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    2019
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    2019
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    2017
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    2017
  • Cocktail StirrerCocktail Stirrer
    2018
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    2018

Eröffnung: Samstag, 14. September  2019, 11 - 18 Uhr
Ausstellungsdauer: 14.09. -  19.10.2019

Nach seinem Studium der Bildhauerei an der Folkwang Schule in Es­sen ist Heinz Ackermans (*1949) in den 1980er Jahren im Umfeld einer neuen Figuration mit eigenwilligen Skulpturen hervorgetreten. In ihnen verband sich seine Faszination durch den menschlichen Körper mit einer Vorliebe für mythologisch inspirierte Figuren und ungewöhnliche Materialien und deren Kombination. Bekannt geworden ist er damals etwa mit großen Gestalten aus LEGO-Steinen. Solche und andere Ar­beiten wurden bald in Einzel- und Gruppenausstellungen präsentiert, u. a. in der Nationalgalerie in Westberlin. Dem allgemein in dieser Zeit wieder erwachten Interesse an Darstellungen des menschlichen Kör­pers, an mythologischen Motiven und an Narration fügte Ackermans die ihm eigene Begeisterung für unterschiedlichste Materialien und deren unorthodoxer Behandlung hinzu. – In den 1990er Jahren hat sich der Künstler zunehmend auf das Sammeln zeitgenössischer Kunst verlegt und so eine herausra­gende Sammlung geschaffen. In ihr sind seine genuin künstleri­schen Interessen in anderer und erweiterter Form sichtbar.

Seit einer Reihe von Jahren nun hat sich Ackermans wieder verstärkt der eigenen Bildhauerei zugewandt. Er arbeitet weiterhin mit einer gro­ßen Vielfalt von Materialien, die er in immer wieder überraschender Weise miteinander verbindet. Hierzu zählen etwa Gips und Montage­schaum, Wachs, Wollfäden, Silikon und vieles mehr. Einige der so ent­standenen Skulpturen hat er in Bronze gießen lassen, wobei der Mate­rialmix auf subtile Weise sichtbar bleibt. In seiner Arbeitsweise gibt Ackermans dem Zufall eine große „Chance“, wie er das nennt. Die Ar­beiten wirken roh, mitunter fast brutal, immer sinnlich und rätselhaft. Der menschliche Körper und seine Teile sind nur angedeutet, sie wachsen plötzlich aus dem scheinbaren Chaos hervor oder scheinen in manchen Ansichten als Großform auf. Sein frühes akademisches Trai­ning und sein über Jahrzehnte an verschiedenen künstlerischen Aus­drucksweisen geschultes Auge bringen noch aus den unwahrschein­lichsten Formballungen eine ausdrucksstarke, durchaus zeitgenössi­sche Körperlichkeit hervor.

Die Ausstellung in der Galerie Michael Haas zeigt neue Arbeiten aus den letzten zwei Jahren. Dazu gehört neben Skulpturen auch eine Reihe von reliefartigen Wandarbeiten, in denen Ackermans als Bild­hauer zeichnerische und malerische Wirkungen zwischen Figur und Formauflösung erprobt.

Heinz Ackermans lebt heute in England und Spanien.

Es ist ein umfangreich bebildeter Katalog mit einem Gespräch zwi­schen Julian Heynen und dem Künstler sowie einem Text von Helge Malchow erschienen.

Die Eröffnung findet in der Galerie Michael Haas und im Kunst Lager Haas statt.